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Arbeitsgericht Solingen- Ästhetik des Verfalls

 

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Mit der Ausstellung "Ästhetik des Verfalls" ist mir die Möglichkeit gegeben, der Vergänglichkeit ein Gesicht zu geben und fotografisch für die Nachwelt ein wichtiges Zeitdokument zu bewahren.

 

Der Betrachter wird in eine bekannte ‒ und doch auch unbekannte ‒ Welt entführt: Tiefe Einblicke in alte Gemäuer, in riesige Industrieanlagen ‒ etwa ein ausgedientes Stahlwerk und eine aufgegebene Ruhrgebietszeche. Alte Fischerboote ‒ dem Verfall preisgegeben ‒, vergessene Bahnhöfe, Giganten der Landesstrasse ‒ verfallen und verrostet ‒, Sehnsüchte ‒ geritzt in die Wände nicht mehr bewohnter Gefängniszellen. 

 

Die Fotografien erzählen Geschichten, die eindringlicher nicht sein könnten. Sie zeigen das Vergängliche und laden so zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein.

 

Die Ausstellung "Ästhetik des Verfalls" ist die erste Ausstellung dieser Art im Solinger Arbeitsgericht. Unterstützt wird diese Ausstellung durch die Direktion des Solinger Arbeitsgericht und dem Anwaltsverein Solingen.

 

Beginn ist der Ausstellung ist die Vernissage am 13-04-2018 um 17.30 Uhr.

 

 

 AdresseWupperstraße 32, 42651 Solingen

 

 Foto : Copyright Christian Beier ( Solinger Tageblatt)

 

Die Wände in den Gängen des ersten und zweiten Stockwerkes des Solinger Arbeitsgerichts an der Wupperstraße sind bis 6. Juli mit 30 großformatigen Fotografien mit dem Thema „Ästhetik des Verfalls“ geschmückt. Der Fotograf Jürgen Post begann nach seinem Ruhestand – er hatte in Hamm 35 Jahre als Bergmechaniker- und -steiger unter Tage gearbeitet – den Verfall der stillgelegten Zechen zu dokumentieren. Als er erfuhr, dass es im Hintergebäude des Solinger Arbeitsgerichts eine alte Jugendhaftanstalt gibt, die seit mehr als 20 Jahren unverändert geblieben ist, war er Feuer und Flamme, die verfallenen Räumlichkeiten ebenfalls abzulichten und sie der Öffentlichkeit zu zeigen. Bei der Ausstellungseröffnung am Freitag war Dr. Anno Hamacher, als Direktor des Arbeitsgerichts auch Hausherr in dem klassizistischen historischen Gebäude - der 1857 gebauten ehemaligen Villa Jagenberg - vom Ergebnis begeistert: „Die Ausstellung war nur machbar, weil der Solinger Anwaltsverein als Mitveranstalter eingestiegen ist und auch der Solinger Kunstverein Interesse gezeigt hat, Räume für weitere Ausstellungen zu erhalten.“ 

Anwalt Michael Finke und Kunstvereins-Vorsitzende Christa Berger waren beim Rundgang ebenfalls von den „ästhetisch“ bearbeiteten Verfallsbildern beeindruckt. Fotograf Jürgen Post stand in der ehemaligen Haftanstalt vor dem Problem, dass es keine Beleuchtung mehr gab: „Ich musste die Räume mit einer Stablampe erhellen.“ Das Experiment gelang, sowohl Gänge als auch die Zellen präsentierten sich eindrucksvoll mit zutreffenden Titeln: „Hinter Gittern“, „Ein stiller Ort“, oder „Einzelhaft mit Toilette.“ Auch die unvermeidlichen Kritzeleien sah man. Über einer roten Tür war der Schriftzug gemalt: „Ich will frei sein.“ Post präsentierte seine Fotografien bereits zweimal im NRW-Landtag, im Schloss Oranienburg und verschiedenen Justizgebäuden, jetzt auch in Solingen. Wolfgang Mamok, Geschäftsleiter im Landesarbeitsgericht Düsseldorf, hatte den Künstler an die Klingenstadt vermittelt: „Ich meine, Justiz und Kultur, das geht gut.“ 

Den Fotografen hatte die Zeitreise in die Vergangenheit motiviert, sein persönliches Umfeld für die Nachwelt zu konservieren. So gab es neben den Solinger Bildern auch Aufnahmen vom Niedergang des Bergbaus, faszinierende Impressionen vom Landschaftspark Duisburg mit nächtlichem Farbenspiel, Hochofen und Kühlgebläse, aber auch Impressionen aus der Bretagne. 

Ausstellung „Ästhetik des Verfalls“, bis 6. Juli. Arbeitsgericht Solingen, Wupperstraße 32. Geöffnet montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 15.30 Uhr.

Von Karl-Rainer Broch

Link: Solinger Tageblatt

 

 

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